Was kann man zur Harn-Inkontinenz-Vorbeugung tun?

Veröffentlicht am 12. Januar 2011 rating 1 Bewertung

Harninkontinenz oder auch Blasenschwäche ist ein sehr unangenehmes Problem, unter dem vor allem Frauen leiden. Aber was sind die Ursachen, gibt es wirksame Therapiemöglichkeiten und kann man vorbeugend etwas dagegen tun?

Viele Frauen leiden an Harninkontinenz. Definiert wird sie als nicht willentlich steuerbarer Harnverlust, der an ungeeigneten Zeitpunkten und -orten eintritt. Sie kann in allen Altersgruppen auftreten, nimmt aber mit dem Alter zu. Man unterscheidet vier Formen der Harninkontinenz: die Dranginkontinenz, die Stressinkontinenz, die Reflexinkontinenz und die Überlaufinkontinenz. Die Dranginkontinenz (auch Reizblase genannt) ist von häufigem, starken, nicht kontrollierbarem Harndrang begleitet und wird oft durch Kälte (z. B. kalte Füße) verstärkt. Es erfolgt dabei eine vollständige Entleerung der Blase, auch wenn diese nicht vollständig gefüllt war. Bei der Stressinkontinenz gibt es keinen spürbaren Harndrang, vielmehr entleert sich die Blase bei körperlichen Belastungen wie Husten, Niesen, schwerem Heben etc. Bei der Reflexinkontinenz kontrahieren die Muskeln der Blasenwand unwillkürlich, auch hier verspüren die Betroffenen keinen vorherigen Harndrang. Bei der Überlaufinkontinenz führt fehlender Harndrang dazu, dass die Blase "überläuft". Oftmals können die Patienten die Blase willentlich nicht vollständig entleeren und der Harn geht später unwillkürlich ab.

Die Therapiemöglichkeiten von Harninkontinenz sind von der jeweils diagnostizierten Form abhängig. Bei Stressinkontinenz wird Beckenbodentraining zur gezielten Stärkung der Blasenmuskulatur empfohlen. Ist Östrogenmangel die Ursache für die Blasenschwäche, wird das fehlende Hormon medikamentös verabreicht. In schweren Fällen kann eine Operation helfen. Auch bei der Dranginkontinenz kann man mit Medikamenten Abhilfe schaffen. Zur Inkontinenz-Vorbeugung wird ebenfalls Beckenbodengymnastik empfohlen. Außerdem sind die Reduktion von zu hohem Körpergewicht und die Aufgabe des Rauchens hilfreich, da sie die Belastungen verringern.

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