Elektrische Wärmekissen helfen bei der Schmerztherapie
Veröffentlicht am 03. August 2010
Wärme ist seit jeher ein anerkanntes Heilmittel zur Behandlung von körperlichen Beschwerden. Elektrisch betriebene oder mit Körnern gefüllte Wärmekissen eignen sich gut für die selbstständige Wärmetherapie.
Bei Gelenk- und Muskelschmerzen, aber auch bei Menstruationsbeschwerden und Erkältungen kann eine Wärmetherapie wohltuend wirken und deutliche Linderung schaffen. Waren es in der Vergangenheit meistens Gummiflaschen, die mit heißem Wasser gefüllt wurden, sind heute vor allem sogenannte Wärmekissen beliebt. Diese bestehen zumeist aus einem mit Kirsch- oder Traubenkernen gefüllten Baumwollbezug und werden maximal drei Minuten lang bei 600 Watt in der Mikrowelle erhitzt. Danach legt man sie auf die betroffene Körperstelle, wo sie die gespeicherte Wärme gleichmäßig abgeben. Neben dem klassischen rechteckigen Format gibt es sie auch in Form von Rückengürteln und Nackenrollen, sodass die Auswahl entsprechend der schmerzenden Körperregion getroffen werden kann.
Im Gegensatz zur Wärmflasche, bei der das Risiko besteht, sich zu verbrühen, sind Wärmekissen bei sachgemäßer Anwendung weitgehend ungefährlich. Wird das Kissen allerdings zu lange erhitzt, kann man sich auch hier Verbrennungen zuziehen – die vom Hersteller angegebene Aufwärmdauer darf keinesfalls überschritten werden. Bevor das Kissen erneut in die Mikrowelle gelegt wird, muss es vollständig abgekühlt sein. Durch das Erhitzen werden eventuell vorhandene Keime abgetötet.
Ebenfalls weitverbreitet sind elektrische Wärmekissen. Diese werden an die Steckdose angeschlossen oder in einer speziellen Station aufgeladen. Aufgrund der kontrollierten Stromzufuhr ist das Verletzungsrisiko gering. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Gerät mit einem Überhitzungsschutz und einer Abschaltautomatik ausgestattet ist – so kann nichts passieren, wenn man während der Therapie die Uhr aus den Augen lässt oder versehentlich einschläft.
Es gibt jedoch Fälle, in denen von einer Wärmebehandlung strikt abgeraten werden muss, da sie ansonsten kontraproduktiv wirkt. Ein Beispiel sind entzündliche Gelenkschmerzen wie Rheuma: Hier kann durch Hitze eine Verschlimmerung der Symptome eintreten. Dasselbe gilt für Fieber und lokale Entzündungen. Bei chronischen Beschwerden sollte zunächst ein Arzt befragt werden, welche Heilmethode anzuwenden ist. Bei einigen Erkrankungen ist das Zuführen von Kälte besser dazu geeignet, einen positiven Effekt zu erzielen. Hier erfüllen Körnerkissen eine praktische Doppelfunktion: Legt man sie für maximal zwei Stunden ins Gefrierfach des Kühlschranks, können sie auch für die Kältetherapie genutzt werden. Zur Vermeidung von Erfrierungen sollte man das Kissen zusätzlich in ein Handtuch oder eine Decke einwickeln, bevor man es auf die Haut legt.
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