Der unternehmerische Marketing-Plan spart Zeit und Geld
Nicht jedes Unternehmen kann sich eine Marketingabteilung leisten. Aber jedes Unternehmen bedarf des Marketings, unabhängig davon, ob es nun Produkte herstellt oder Dienstleistungen anbietet. Die entstehende Kompetenzlücke überbrücken die meisten Unternehmen, in dem sie ihre Marketingaufgaben an externe Marketing- und Werbeagenturen abgeben, seltener auch an Unternehmensberatungen, die einen Marketingschwerpunkt haben. Diese Auslagerung ist kostenintensiv: erstens durch die entstehenden Personalkosten für die Beratungsleistungen, zweitens durch die von diesen im Anschluss empfohlenen Marketingmaßnahmen und deren Realisierung. Hinzu kommen die eigenen Personalkosten derjenigen, die sich zunächst einmal auf die Suche nach einer geeigneten Agentur machen müssen und dann die nötigen Informationen sammeln und an die Agenturen weitergeben. Tatsache ist, dass jeder dieser drei Kostenfaktoren oft unternehmensintern unterschätzt wird.
Dies liegt meist daran, dass es keinen dem externen Marketing-Plan vorhergehenden internen Plan gibt – oft, weil man fälschlicherweise davon ausgeht, dieser wäre ebenfalls alleinige Aufgabe der beauftragten, externen Agentur, oft auch, weil sich im Unternehmen niemand befindet, der sich für das Marketing übergreifend verantwortlich fühlt. Und doch sollte jedes Unternehmen, unabhängig von Größe und Umsatz, einen internen Marketing-Plan aufstellen, in dem es die Eigenwahrnehmung, Marktpositionierung, gewünschte Zielgruppe und Unternehmensphilosophie formuliert – und zwar möglichst unter Einbeziehung der Mitarbeiter, die mit dem Unternehmen gewachsen sind und eine realistische Einschätzung der Ist-Situation einfließen lassen können. Damit formuliert das Unternehmen nicht nur seine eigene Corporate Identity - seine Unternehmensidentität – es durchläuft auch einen selbstreflexiven Evaluations- und Kritikprozess, der Schwachstellen aufdecken kann, bevor diese einem Externen bekannt werden.
Jedes Unternehmen sollte sich zumindest einen Mitarbeiter leisten, dem es eine Marketingzusatzausbildung zukommen lässt, und der im Unternehmen mit der Erstellung eines solchen grundsätzlichen Marketing-Planes betraut wird. Dieser Mitarbeiter sollte möglichst der obersten Führungsebene direkt unterstellt sein und mit dieser einen offenen Dialog führen können. So kann ein internes Marketing-Tool erstellt werden, das dann als Arbeitsgrundlage für die externe Beratung dienen kann.
Veröffentlicht von Karlotta Lorenz